Martin Jahn ist als sechstes von sieben Kindern in Sondershausen 1963 in der DDR geboren und in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Malerei, Graphik, Bildhauerei war und ist neben dem Faltbootfahren, Wandern und dem Musizieren seine Leidenschaft. Aber auch die Literatur und der regelmäßige Kinobesuch bereichern sein Leben seit der Kindheit.
Mit seinem 16. Lebensjahr begann sein Herz auch für die Welt der Keramik zu brennen. Gemeinsam mit seinem Bruder Michael und Freunden baute Martin Jahn einen Brennofen und lernte an der Töpferscheibe Gefäße zu drehen. Inspiriert von Michelangelo baute er ein Gerüst in seinem Zimmer und bemalte seine Zimmerdecke. Eine erste Ausstellungsbeteiligung wurde ihm wegen seines Ausreiseantrages in die BRD von der Staatsicherheit verboten. 1984 übersiedelte er in die BRD.
Eine erste Ausstellung Martin Jahns fand 1995 mit Porträts in Alfeld an der Leine statt. Es folgten 1991 eine große Ausstellung in Letter/Hannover mit dem Verkauf eines dreiteiligen Altarbildes an die St. Michael-Kirche in Letter. Nach der Wende folgten Ausstellungen in Hannover, Bad Gandersheim, Sondershausen, Erfurt und Bendeleben. Martin Jahn hat Ausstellungen gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung und auch Kindern eines Kindergartens entwickelt. Seit 2011 stellt er regelmäßig zu verschiedenen Themen im Kunsthaus in Günserode aus.
Martin Jahn lebt in Sondershausen. Er arbeitet an der Jugendkunstschule Nordhausen und ist Kulturvermittler der LAG Jugendkunstschulen Thüringen. Er ist mit Angela Philipp verheiratet und hat sechs Kinder.