Noten mit Dip präsentiert

Die Wahrheit über Hänsel und Gretel

Auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme sind 5 übereinanderliegende Klarinetten zu sehen.

Foto: © Johan de Wit

Eine Erzählung nach Hans Traxel mit Musik von Johan de Wit

Georg Ossegg wurde am 21. Mai 1919 geboren. Er hörte Märchen für sein Leben gern und nahm jedes Wort für bare Münze. Irgendwann muss sich in ihm eine Wandlung vollzogen haben. Zwar hörte er immer noch gerne zu, wenn Märchen erzählt wurden, aber er ging jetzt dazu über, sie mit seiner wachsenden Lebenserfahrung in Einklang zu bringen.

"Warum soll eigentlich Schneewittchen nicht gelebt haben", pflegte er seinen spöttischen Schulkameraden zu antworten, "was ist so Besonderes an ihm und an den Zwergen und der Stiefmutter. So was gibt's doch alle Tage."

Im Jahre 1932 besuchte Georg Ossegg das Realgymnasium im nordböhmischen Städtchen Dux. Wann und wo immer er konnte, zog er nun Gräben durchs Land, kreuz und quer, scheinbar unermüdlich und am liebsten in den einsamen Bergwäldern seiner Heimat. Sobald er aus der Schule kam, nahm er Hacke und Spaten und kehrte oft erst spät in der Nacht zurück.

"Was man sehen kann", pflegte er zu sagen, "ist gar nichts, das meiste liegt hier drunten!" Dabei klopfte er mit der flachen Hand auf den Erdboden. Ein zweiter Ausspruch wird schon deutlicher: "Ich mochte wetten, dass dieses Hexenhaus irgendwo existiert und ich werde es auch eines Tages finden, verlasst euch nur drauf ..."

"Die Wahrheit über Hänsel und Gretel" ist komponiert für Klarinettenquartett und Erzähler von Johan de Wit. Das Werk basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Hans Traxler, dem auch das Werk gewidmet ist. Traxler erzählt von der Entdeckung der Reste des Hexenhauses durch Georg Ossegg. Während der archäologischen Rekonstruktion findet er heraus, dass das Märchen der Gebrüder Grimm wohl einen völlig anderen Verlauf genommen hat, als bisher angenommen. Nicht die Hexe ist der Bösewicht, sondern die Kinder. Sie entpuppen sich als Erwachsene und versuchen das Nürnberger-Lebkuchen-Rezept der alten Dame zu ergattern.

Umrahmt von fröhlichen, nachdenklichen und spannenden Klarinettentöne verspricht diese Erzählung eine Stunde beste Unterhaltung mit viel Schmunzeln und dem Gefühl, noch einmal Kind sein zu dürfen im fortgeschrittenen Alter.

Termin

13.12.2026, 11.00 Uhr

Kategorie

Noten mit Dip

Stadt

Sondershausen

Veranstaltungsort

Marstall

Veranstalter*in

Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen

Musiker*in

Georg Kühner (Klarinette), Matthias Wittekind (Klarinette), Manuela Riedler (Bassetthorn), Mieke de Wit (Bassklarinette), Markus Eli (Erzähler & Alt-Horn)

Eintritt

mit Buffet:
27,00 € | Erwachsene
25,00 € | Kinder ab 11 Jahre, Studierende, Schwerbeschädigte 
15,50 € | Kinder 8 bis 10 Jahre
Freier Eintritt | Kinder bis 7 Jahre

ohne Buffet:
12,00 € | Erwachsene
10,00 € | Schüler*innen, Studierende, Schwerbeschädigte

Kartenvorverkauf

Stadtinformation Sondershausen
Telefon: 03632 622822

Kartenkauf bzw. Reservierung bis jeweils Freitag vor Konzerttermin: 12:00 Uhr | inkl. Wasser und Kaffee | weitere Getränke sind käuflich zu erwerben