EMP-Lehrgang 2020-2021 * alles, was Sie wissen sollten

Die Elementare Musikpraxis (EMP) zielt auf die grundsätzlichen musikalischen Erfahrungsfelder, die sowohl das reproduktive als auch das produktive Musizieren umfassen. Im Zentrum stehen das Wahrnehmen, Erkunden, Improvisieren sowie das Gestalten von Liedern, Tanzformen, szenisch-musikalischen Spielformen und Musikstücken aller Art. Die Inhalte orientieren sich an musikalischen Grundphänomenen, mit denen auf verschiedenen Ausdrucksebenen wie Stimme, Sprache, Körperbewegung sowie Klangerzeugung mit Instrumenten umgegangen wird.

Ziel des berufsbegleitenden Lehrgangs Elementare Musikpraxis ist es, dass alle Teilnehmenden die Unterrichtserlaubnis in der Elementarstufe/Grundstufe der Musikschule nach dem Bildungsplan Musik für die Elementar-/Grundstufe des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) erlangen. Der Lehrgang läuft über einen Zeitraum von anderthalb Jahren und besteht aus insgesamt sieben viertägigen Modulen. In den dazwischenliegenden Praxisphasen werden die Teilnehmenden eigene Unterrichtsstunden vorbereiten, durchführen und reflektieren, Hausarbeiten anfertigen und instrumentalpraktische Aufgabenstellungen erledigen. Das erste Lehrgangsmodul gilt als Probemodul, nach dem die Lehrgangsleitung entscheidet, ob der Teilnehmende den Lehrgang weiterhin besuchen kann.

Ab dem zweiten Modul führen bzw. begleiten alle Lehrgangsteilnehmenden eine eigene Gruppe im Fach Elementarer Musikpraxis (z. B. Eltern-Kind-Gruppe, musikalische Früherziehungs- oder Grundausbildungsgruppe).

Zielgruppe

  • Instrumental- und Gesangslehrer*innen an Musikschulen
  • Musikerzieher*innen im Elementarbereich

Zulassungsvoraussetzungen

  • abgeschlossene Berufsausbildung als Musikschullehrer*in, Musiklehrer*in
  • Bewerber*innen ohne Hochschulstudium können in Ausnahmefällen zugelassen werden, wenn sie über mind. drei Jahre Berufs‐ und Unterrichtserfahrung verfügen
  • Grundkenntnisse auf einem Akkordinstrument, z. B. Klavier, Akkordeon, Gitarre
  • Nachweis eines entsprechenden Trägers über die Möglichkeit, während der Praxisphasen kontinuierlich im EMP‐Bereich zu unterrichten

Lehrgangsinhalte

Didaktik und Methodik der EMP | Praxis der EMP | Grundlagen der Musikpädagogik | Singen und Sprechen (inkl. Stimmbildung, Singen mit Kindern, Singen mit Kindern verschiedener Kulturen) | Elementares Instrumentalspiel | Musik und Bewegung | Praktisches Musizieren und Anleiten von Chor-, Instrumental- und gemischten Ensembles | Einzel- und Gruppenimprovisation

Kooperationspartner

Verband deutscher Musikschulen (VdM) | Landesverband der Musikschulen Thüringen | Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar | Bundesakademie Trossingen | Landesmusikrat Thüringen | Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen

Das Projekt wird durch die Thüringer Staatskanzlei gefördert.

Anmeldung

Die Anmeldung für den Lehrgang 2020/2021 ist abgelaufen. Ein Einstieg in den laufenden Lehrgang ist nicht möglich. Wenn Sie Interesse haben, die nächste EMP-Ausbildung im Jahr 2022 zu absolvieren, können Sie sich gern an unsere Projektleiterin Dörte Wehner (wehner@lmrthueringen.de) wenden. Start ist voraussichtlich im Herbst 2022.

Termine

Modul I: 16.09.2020-19.09.2020
Modul II: 20.01.2021-23.01.2021
Modul III: 19.05.2021-22.05.2021
Modul IV: 07.07.2021-10.07.2021
Modul V: 22.09.2021-25.09.2021
Modul VI: 10.11.2021-13.11.2021

Kursgebühr

0,00 € für Lehrkräfte an einer VdM-Musikschule in Thüringen
350,00 € | 50,00 € je Modul
zzgl. Kosten für Übernachtung und Verpflegung je Modul

Teilnehmende sagen

"Ich habe den EMP-Lehrgang intensiv, kreativ, spannend und sehr harmonisch erlebt."

"Ich hatte noch keine Vorkenntnisse und war sehr begeistert von der Vielfalt des Angebotes. Es war Vieles neu für mich."

"Ich freue mich auf die nächsten Module und darauf, das Gelernte zu intensivieren. Es braucht Zeit, das Gelernte im Rahmen der eigenen Arbeit anzuwenden."

"Die Resonanz meiner Schüler*innen hat mir gezeigt, dass die Elementare Musikpraxis wertvolle Impulse gibt."

"Die Teilnehmer bringen alle viel ein, sind gut vorbereitet und lassen sich auf die Übungen im Lehrgang ein. Das erfordert schon ein gewisses Maß an Offenheit."

Lehrgangs- und Prüfungsordnung EMP

Lehrgangs- und Prüfungsordnung EMP-Ausbildung (Stand: August 2020)

Die Lehrgangs- und Prüfungsordnung des berufsbegleitenden qualifizierenden Lehrgangs Elementare Musikpraxis an der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen wurde in Kooperation mit dem Verband deutscher Musikschulen (VdM), dem Landesverband der Musikschulen Thüringen, der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der Bundesakademie Trossingen sowie dem Landesmusikrat Thüringen entwickelt. Kostenträger sind der Landesverband der Musikschulen Thüringen und die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen.

1. Lehrgangsordnung
1.1. Lehrgangsziel
Der Lehrgang befähigt die Teilnehmenden, in der Elementarstufe/Grundstufe der Musikschule nach dem Bildungsplan Musik für die Elementar-/Grundstufe des Verbandes deutscher Musikschulen zu unterrichten und zur elementarpädagogischen Arbeit mit folgenden Zielgruppen:

  • Kinder von 0-10 Jahren (und ihre Eltern
  • Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen
  • Menschen mit besonderem Förderbedarf

1.2. Zielgruppen
Lehrkräfte an Musikschulen, Musikerzieher*innen im Elementarbereich

1.3. Zulassungsvoraussetzungen

  • abgeschlossene Berufsausbildung als Musikschullehrer*in, Musiklehrer*in
  • Bewerber*innen ohne Hochschulstudium können in Ausnahmefällen zugelassen werden, wenn sie über Berufs- und Unterrichtserfahrung von mindestens drei Jahren in einem fachverwandten und musikalisch/pädagogisch orientierten Berufsfeld verfügen
  • Grundkenntnisse auf einem Akkordinstrument, z. B. Klavier, Akkordeon, Gitarre
  • Nachweis eines entsprechenden Trägers über die Möglichkeit, während der Praxisphasen kontinuierlich im EMP-Bereich zu unterrichten

1.4. Gebühren
Für fest angestellte und im Lehrauftrag arbeitende Mitarbeiter*innen an den VdM-Musikschulen in Thüringen ist der Lehrgang gebührenfrei. Für alle übrigen Teilnehmer*innen betragen die Gebühren 350 € (zzgl. Unterkunft und Verpflegung).

1.5. Lehrgangsdurchführung
Der Lehrgang erstreckt sich über zwei Jahre und besteht aus sieben viertägigen Lehrgangsphasen an der Landesmusikakademie Sondershausen. Die dazwischenliegenden Zeiten gelten als Praxisphasen. In den Praxisphasen sind in den einzelnen Fächern des Lehrgangs entsprechende schriftliche Arbeiten sowie Vorbereitung, Durchführung und Reflexion der eigenen Unterrichtsstunden und instrumental-praktische Aufgabenstellungen zu bewältigen.

  • Das erste Lehrgangsmodul gilt als Probemodul, nach dem die Lehrgangsleitung entscheidet, ob der*die Interessent*in an dem Lehrgang weiter teilnehmen kann.
  • Die Teilnehmenden führen oder begleiten assistierend spätestens ab Lehrgangsmodul 2 bis zum Ende des Lehrgangs eine eigene Gruppe in Elementarer Musikpraxis (z. B. eine Eltern-Kind-Gruppe/musikalische Früherziehergruppe/musikalische Grundausbildungsgruppe).
  • Ggf. werden fehlende Fähigkeiten in Teilbereichen (z. B. Gesang, Bewegungsfähigkeit, rhythmische Koordination) durch eigenverantwortlich zu organisierenden Zusatzunterricht entwickelt.

Im ersten Jahr (2020) finden zwei Lehrgangsmodule (jeweils Mi 14:00 – Sa 18:00 Uhr) an folgenden Terminen statt:

  • Lehrgangsmodul 1 16.-19.09.2020 (Klärung der Lehrgangsaufnahme)
  • Lehrgangsmodul 2 11.-14.11.2020

Im zweiten Jahr (2021) finden fünf Lehrgangsmodule statt

  • Lehrgangsmodul 3 20.-23.01.2021
  • Lehrgangsmodul 4 19.-22.05.2021 (danach Hausarbeit 8 – 10 Seiten)
  • Lehrgangsmodul 5 07.-10.07.2021 (Reflexion von Video-Lehrproben der Praxisphasen)
  • Lehrgangsmodul 6 22.-25.09.2021 (Prüfungsphase 1: Abgabe Video mit Reflexion)
  • Lehrgangsmodul 7 10.-13.11.2021 (Prüfungsphase 2: Kolloquium mit Prüfungs-LPs)

Zwei externe Termine in Weimar/Erfurt als Vertiefungstage (samstags 10:00 – 17:30 Uhr):

  • Vertiefungstag 1 in Weimar
  • Vertiefungstag 2 in Erfurt

Die Zeiten zwischen den Lehrgangsmodulen gelten als Praxisphasen, in denen wöchentlich mit einer Gruppe im Bereich Elementare Musikpraxis gearbeitet wird. Wird zu Beginn in einer vorhandenen Gruppe lediglich assistiert, wird erwartet, dass sobald als möglich eigene Unterrichtseinheiten übernommen werden.

1.6. Lehrgangsfächer und Inhalte
1. Künstlerische Grundlagen

  • Elementare Musikpraxis
  • Singen und Sprechen
  • Musik & Bewegung/Rhythmik
  • Instrumentalspiel (Perkussion, elementares bzw. unterrichtspraktisches Instrumentalspiel)
  • Ensembleleitung

2. Pädagogische Grundlagen

  • allgemeine (Musik-) Pädagogik
  • Didaktik der EMP

3. Organisatorische Grundlagen

  • Portfolio-Arbeit
  • Strukturelle und organisatorische Grundlagen der EMP

1.7. Praxisphasen
Ergänzend zu den Lehrgangsmodulen erklären sich die Teilnehmenden bereit, eine eigene EMP-Gruppe (mind. 6 Kinder) vor Ort zu organisieren und eigenverantwortlich zu führen. Die Unterrichtseinheiten werden schriftlich vor- und nachbereitet und gemeinsam mit einer Videoaufnahme von 30-45 min. pro Modul eingereicht, besprochen und gemeinsam analysiert. Diese selbstständige Unterrichtstätigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrgangs.
Zusätzlich werden modulweise Aufgaben gestellt, die während der Praxisphasen zu erarbeiten sind, ebenso wird wie die intensive Auseinandersetzung mit verschiedener Fachliteratur erwartet. Alle Einzelteile fließen in die Portfolio-Arbeit ein, die ebenfalls Bestandteil der Praxisphasen ist. (Stundenumfang Praxisphasen: 500-600 Stunden insgesamt)

2. Prüfungsordnung
2.1. Voraussetzungen zur Prüfungszulassung

  • 80 Prozent aktive Teilnahme in den Lehrgangsphasen/-tagen
  • Erledigung der Hausaufgaben
  • regelmäßiges Fortführen des Portfolios zur Dokumentation der eigenen Entwicklung während des Lehrgangs entsprechend den vermittelten Kriterien

2.2. Abschlussprüfung

a. Video-Mitschnitt einer Lehrprobe mit eigener Gruppe

  • Inhalte: schriftliche Planung der Lehrprobe (alle Kernbereiche müssen enthalten sein), Video der Lehrprobe, schriftliche Reflexion über die Beobachtungen und den eigenen Unterricht
  • Umfang Video: ca. 30 Min.
  • Abgabe: zur 6. Phase
  • Bewertung: Bestanden/Nicht-Bestanden

b. Portfolio

  • Das Portfolio kann schriftlich oder digital erstellt werden. Textumfang 8-12 Seiten, zzgl. Anhänge, siehe Richtlinien zur Portfolioarbeit.
  • Abgabe: zur 6. Phase
  • Bewertung: Bestanden/Nicht-Bestanden

c. Praktische Prüfung (während des 7. Modul)

  • Lehrprobe mit Lehrgangsteilnehmenden
  • 30 Min. Vorbereitungszeit, 15 Min. Lehrprobe, 15 Min. Nachbesprechung
  • Kommission: s. u.
  • Bewertung: „mit sehr gutem Erfolg bestanden“, „mit gutem Erfolg bestanden“, „nicht bestanden“

d. Kolloquium (während des 7. Modul)

  • Nachbesprechung anhand des Video-Mitschnitts der halbstündigen Lehrprobe je TN, ergänzt durch Prüfungsgespräch über Themen der Didaktik der EMP & Musikpädagogik
  • Umfang: 30 Min.
  • Kommission: s. u.

e. Künstlerische Studie (während des 7. Moduls)

  • wird solistisch und in der Gruppe gestaltet und beinhaltet ästhetische Gestaltungselemente mit Bewegung, Instrumentalspiel und Stimme
  • Umfang: 30 Min.
  • Kommission: s. u.

2.3. Prüfungskommission
Die Prüfungskommission setzt sich zusammen aus:

  • der Lehrgangsleiterin der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen
  • zwei ständigen Lehrgangsdozent*innen der EMP
  • ein*e Vertreter*in der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
  • ein*e Vertreter*in vom Verband deutscher Musikschulen, der Bundesakademie Trossingen und dem Landesverband der Musikschulen in Thüringen

2.4. Bewertungskriterien für die Lehrproben in der Elementarpraxis

  • Erfahrungsmöglichkeiten für die Gruppe
  • Entwicklungsanregungen für die Gruppe
  • Ästhetische Qualität der eigenen Aktivitäten

2.5. Bewertungskriterien für das Kolloquium
in Verbindung mit der schriftlichen Planung und Reflexion der eigenen Lehrprobe:

  • Kenntnis didaktischer und methodischer Grundlagen der EMP in ihrer Vielfalt und Komplexität
  • Möglichkeiten der Beobachtung und Reflexion des eigenen Elementar-/ Grundstufen-Unterrichts sowie der Arbeit von Kolleg*innen
  • Fähigkeit zu konstruktivem und kollegialem Feedback

2.6. Bewertungskriterien für das Portfolio
entsprechend den schriftlich am Anfang der Weiterbildung herausgegebenen Richtlinien:

  • Vollständigkeit - alle vorgegebenen Punkte wurden bearbeitet
  • Reflexion - die Auseinandersetzung mit der eigenen Entwicklung steht im Vordergrund. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit.
  • Schlüssige Verknüpfung der einzelnen Punkte und Darstellung der Schlussfolgerungen aus den Reflexionen. (Beeinflussung des eigenen Lernprozesses durch Reflexion).
  • Umsetzung der vorgegebenen Formalia und fristgerechte Einreichung.

2.7. Abschluss
Der Lehrgang wird erfolgreich mit einem Zertifikat abgeschlossen, wenn nach Zulassung zur Prüfung alle Prüfungsbestandteile erfolgreich absolviert wurden:

  • Fristgemäße und den Anforderungen entsprechende Abgabe der Video-Lehrprobe mit schriftlicher Planung und Reflexion zum 6. Lehrgangsmodul
  • Fristgemäße und den Anforderungen entsprechende Abgabe des Portfolios zum 6. Lehrgangsmodul
  • Praktische Prüfung im 7. Lehrgangsmodul
  • Kolloquium im 7. Lehrgangsmodul
  • Künstlerische Studie im 7. Lehrgangsmodul

Der Lehrgang wird inhaltlich von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mitgetragen, das Zertifikat wird durch die HfM Weimar mitgezeichnet. Es wird zudem vom Verband deutscher Musikschulen, dem Landesverband der Musikschulen in Thüringen und der Bundesakademie Trossingen anerkannt und mitgezeichnet.
Bei Nicht-Erreichen der oben genannten Bedingungen wird an Stelle des Zertifikats eine Teilnahmebestätigung über die besuchten Lehrgangsmodule vergeben.

Inhalt der Ausbildung

Lehrgangsfächer und Inhalte

1. Künstlerische Grundlagen

  • Elementare Musikpraxis
  • Singen und Sprechen
  • Musik & Bewegung/Rhythmik
  • Instrumentalspiel (Perkussion, elementares bzw. unterrichtspraktisches Instrumentalspiel)
  • Ensembleleitung

2. Pädagogische Grundlagen

  • allgemeine (Musik-) Pädagogik
  • Didaktik der EMP

3. Organisatorische Grundlagen

  • Portfolio-Arbeit
  • Strukturelle und organisatorische Grundlagen der EMP
Praxisphasen

Ergänzend zu den Lehrgangsmodulen erklären sich die Teilnehmenden bereit, eine eigene EMP-Gruppe (mind. 6 Kinder) vor Ort zu organisieren und eigenverantwortlich zu führen. Die Unterrichtseinheiten werden schriftlich vor- und nachbereitet und gemeinsam mit einer Videoaufnahme von 30-45 min. pro Modul eingereicht, besprochen und gemeinsam analysiert. Diese selbstständige Unterrichtstätigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrgangs.

Zusätzlich werden modulweise Aufgaben gestellt, die während der Praxisphasen zu erarbeiten sind, ebenso wird die intensive Auseinandersetzung mit verschiedener Fachliteratur erwartet. Alle Einzelteile fließen in die Portfolio-Arbeit ein, die ebenfalls Bestandteil der Praxisphasen ist. (Stundenumfang Praxisphasen: 500-600 Stunden insgesamt)

Dozentinnen

Dr. Kitty Schmidt-Hiller

Kitty Schmidt-Hiller (Lehrgangsleitung) studierte in Weimar Gitarre und Elementare Musikpädagogik. Bereits während des Studiums gründete sie die KISUM-Musikschule aus dem Wunsch heraus, eigene Ideen und pädagogische Gedanken umsetzen zu können. Zusätzlich unterrichtet sie Gitarre am Institut für Schulmusik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. An der Fachschule für Soziales Jena betreut sie die Pädagogik-Klassen in ihrer Ausbildung in Musik/Rhythmik und Gitarre. Von 2003 bis 2013 setzte sie gemeinsam mit dem Kita-Team ein neues Konzept musikalischer Bildung im Vorschulalter im KISUM-Musikkindergarten in Niedergrunstedt um, welches bundesweit Anerkennung fand. 2008 promovierte sie mit einer Langzeitstudie zur Entwicklung von Kindern im Musikkindergarten an der Uni Passau (siehe „Musik-Kultur leben: Frühkindliche musikalische Bildung im KISUM-Musikkindergarten Weimar“ erschienen 2009 im Tectum-Verlag Marburg). Sie ist Mitautorin des Lehrwerks „TMPANO“ für die musikalische Bildung von Kindern im Alter von 0-10 Jahren und Dozentin für Musikpädagogik und Gitarre an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Auch wenn leider viel zu wenig Zeit dafür bleibt, so sieht sich Kitty Schmidt-Hiller doch auch als aktive Musikerin und konzertiert regelmäßig in verschiedenen Kammermusikbesetzungen.

Prof. Meike Britt Hübner

Meike Britt Hübner ist diplomierte Rhythmikerin und Schauspielerin mit Studium an den Musikhochschulen Hamburg und Hannover und mehrjähriger Bühnenpraxis an verschiedenen Theatern (u. a. Schauspielhaus Hamburg, Stadttheater Münster & Heilbronn etc.). Sie arbeitete als Radiomoderatorin und Sprecherin, unterrichtete in den Fächern Musik und Darstellendes Spiel an verschiedenen Hamburger Schulen in allen Klassenstufen, war in Kinderkrippe und im Kindergarten tätig und kooperiert mit verschiedenen Theatern  (u. a. Ernst- Deutsch-Theater Hamburg, Schlosstheater Celle). Als Referentin und Workshopleiterin ist sie im In- und Ausland in der Aus- und Weiterbildung tätig und lehrt an verschiedenen Musikhochschulen. Seit Oktober 2020 ist sie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar als Professorin für Musik- und Bewegungspädagogik /Rhythmik beschäftigt.

Annika Bosch

Annika Bosch studierte an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und an der Sibelius Akademie Helsinki Schulmusik und Elementare Musikpädagogik. Seit 2008 arbeitet sie als Gesangslehrerin, Stimmbildnerin und Elementare Musikpädagogin in verschiedenen Institutionen. Als Sängerin dreier fester Ensembles bewegt sie sich vor allem im Spannungsfeld von Jazz, Pop und Indie-Pop. Darüber hinaus vermittelte sie 2018 - 2020 verschiedene Fächer innerhalb der Masterausbildung EMP/Rhythmik am Institut für Musikpädagogik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Seit 2019 lehrt sie an der Universität Erfurt in der musisch-rhythmischen Grundbildung und zusätzlich ab dem Wintersemester 2020 in der Fakultät Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung. Neben den weiteren institutionellen Unterrichtstätigkeiten im Musikkindergarten Weimar und dem Kinderchor der Stadtkantorei Weimar leitet sie regelmäßig Workshops im Laien-, Kinder- und Jugendbereich. Momentan arbeitet sie an einem musikalischen Kinderhörspiel „Nepomuk & der Rabel“, welches im Herbst 2020 veröffentlicht wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.annikabosch.de.

Nora Thiele

Nora Thiele ist eine Meisterin auf den Rahmentrommeln und eine der vielseitigsten Perkussionistinnen Europas. Sie steht für einen hochsensiblen einzigartigen Sound und kreative Virtuosität im Bereich Worldpercussion. In unterschiedlichen Formationen zwischen Alter Musik, außereuropäischer Musik, Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik schlägt sie Brücken zwischen Kulturen, Genres und Epochen. Mit mehr als 1000 Konzerten tourte sie als Solistin, Gastmusikerin und mit ihren eigenen Bands durch Europa, den Nahen Osten und China. Nora Thiele studierte ethnische Perkussion, Drumset und Klavier in Leipzig und wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Sie komponiert Musik für eigene Projekte und ist zudem seit 2013 künstlerische Leiterin des Playgroundfestivals Weimar. International wird Nora Thiele für ihre präzise und einfühlsame Pädagogik sehr geschätzt und unterrichtet regelmäßig Kurse auf Festivals und an Musikhochschulen. Mit ihrer 20-jährigen Lehrerfahrung hat sie ein eigenes Lehrkonzept entwickelt – GLOBAL RHYTHM FLOW. Weitere Informationen finden Sie unter www.norathiele.de.

Anita Müller

Anita Müller studierte an der Hochschule für Musik in Nürnberg EMP als Hauptfach und Jazz-Gesang erst im Neben- und später im Hauptfach. Noch zu Studienzeiten gab sie Gesangsunterricht und leitete einen Gospelchor. Bevor sie mit ihrer Familie nach Weimar zog, unterrichtete sie an der städtischen Musikschule Bamberg Musikalische Früherziehung, leitete eine Vokal-Gruppe an einer Hauptschule und einen Personal- und Elternchor. Nun arbeitet sie für die Heyge-Stiftung in Weimar, gibt an der Musikschule Kisum Gesangsunterricht und leitet zwei Kinderchöre an der Singschule Weimar.

Prof. Marianne Steffen-Wittek

Prof. Marianne Steffen-Wittek studierte Rhythmik an der Folkwang Hochschule in Essen und an der Musikhochschule Köln. Ebenfalls in Köln studierte sie Schlagzeug. Seit 1981 ist sie Schlagzeugerin und Komponistin in der Frauenjazzgruppe "F", beim Trio Struz und im Schlagzeugduo Scordatura. Außerdem wirkte sie in diversen Improvisations-Ensembles mit. Sie verfügt über eine umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland und über zahlreiche Platten-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Seit 1995 ist sie Professorin für Elementare Musikpädagogik und Rhythmik an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar. Zudem ist sie bundesweit als Referentin im Bereich der Elementaren Musikpädagogik tätig, publiziert in Fachbüchern und Fachzeitschriften und ist Komponistin von Kinderliedern.